015 Journalisten und Lügenpresse

Natürlich werden in Deutschland Journalisten nicht gegängelt oder „von Oben“ gelenkt.

Doch auch Journalisten sind nur Menschen.

„Ich kenne meine Einstellung. Ich bin in der Lage, anderen Menschen fair und unvoreingenommen zu begegnen. Ich weiß die Welt so einzuschätzen wie sie wirklich ist.“
So schätzen wir uns alle selbst am liebsten ein. Doch das ist bei näherem Hinsehen zu 90% ein Trugschluss wie von dem Sozialpsychologen A.G. Greenwald in seinem Buch VOR-Urteil beschrieben wurde. Mit dem  Impliziten Assoziationstest „IAT“, der inzwischen über 14 Millionen Mal durchgeführt wurde, ist das erwiesen.
Ergebnis: Kaum ein Mensch ist in der Lage, die kulturellen Prägungen, denen er von klein auf ausgesetzt war, wirklich abzulegen, ob es nun Alter, Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Sexualität, Behinderungen oder den sozialen Status betrifft. Diese Prägungen erzeugen in unserem Gehirn sogenannte „blinde Flecken“, die unsere Einstellung anderen Menschen gegenüber beeinflussen, Vorurteile also, ohne dass uns das bewusst ist.

Die Erziehung zum „richtigen Denken“ beginnt somit schon mit der Geburt. Schon mit der Muttermilch wurden allen Deutschen permanent eingebläut, dass die USA die Guten sind. Sie haben uns befreit, haben uns mit Essen versorgt. Und vor allem sie haben uns mit der Macht aller Medien klar gemacht, dass nur der „American Way of Life“ das einzig Wahre, Echte und Erstrebenswerte ist. In allen amerikanischen Fernsehserien hat immer der Gute gewonnen. Zum Schluss immer „der kleine Mann“ recht bekommen. Uns wurde über Jahrzehnte ein paradiesisches Sehnsuchtsland vorgespielt.

Im Osten wohnt das Böse. Die russischen Dämonen, die Westeuropa überfallen und mit dem Kommunismus versklaven wollen. Wir Deutschen mittendrin sind die Pestbeulen, die 2 Weltkriege verursacht, Europa verwüstet und die Juden umgebracht hatten. Unsere Freunde die Amerikaner haben uns trotzdem beschützt und unterstützt.

Dieses Weltbild gilt noch heute bei bestimmt 80% der Deutschen. Natürlich auch bei Journalisten. Man hat sich mit diesem Weltbild gemütlich eingerichtet. Da braucht man „von Oben“ nichts zu gängeln.

Doch dieses Bild hat so noch nie gestimmt. So langsam wird immer mehr Leuten klar, dass der Freund im Westen die Welt zu seinem ausschließlichen Nutzen formen will. Wer nicht pariert wird bombardiert. Egal was die Weltgemeinschaft dazu sagt. Die USA ist nicht der Hort von Recht und Gerechtigkeit. In den Gefängnissen der USA sitzen im Verhältnis zur Einwohnerzahl 10 x soviel verurteilte Gefangene als in Deutschland. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist weltpolitisch total unbedarft und wird von einem hemmungslosen und machtgierigen Klüngel aus Wirtschaft- und Finanzwelt regiert. Eine Machtelite die überall in der Welt heuchlerisch ethische und moralische Werte einfordert, sich aber selbst sofort darüber hinwegsetzt, wenn dies ihr auch nur den kleinsten Nutzen bringt.

Wann überfällt der böse Russe Europa und versklavt es mit einem Kommunismus, den es in Russland seit 25 Jahren gar nicht mehr gibt? Seit Dschingis Kahn vor 1000 Jahren hat kein Volk aus dem Osten Westeuropa überfallen. Warum jetzt? Diesen russischen Popanz des Bösen, den man über Jahrzehnte aufgebaut hat, wird im Westen immer noch gehegt und gepflegt. Warum? Weil ein ängstliches Volk leichter zu führen und zu lenken ist als ein selbstbewusstes Volk?

Viele Journalisten in Deutschland sehen auch, dass da etliches nicht stimmt. Doch das eigene Weltbild in Frage stellen? Die USA sind unsere Freunde und Beschützer, basta. Der Feind sitzt im Osten, basta. Deutschland hat Schuld für die nächsten 1000 Jahre auf sich geladen, basta. Ehe sich da ein Journalist mit dem festgefügten Weltbild von 80% der Bevölkerung, mit den felsenfest USA-gläubigen Alpha-Journalisten, mit den Nachrichtendiensten und auch mit den eigenen Kollegen anlegt, macht er es sich lieber mit seinem alten Weltbild unter der Decke des Nichtswissens kuschelig.

Nein, Journalisten sind nicht gesteuert, entweder wissen sie es nicht besser, weil sie sich in ihrem eigenen Weltbild wohl fühlen und nicht daran rütteln wollen, egal wie sich die Welt verändert, oder sie haben, aus welchem Grund auch immer, die eigene Schere im Kopf.

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