032 Panama-Papers Historie

Bestimmt haben Sie in den letzten Tages einiges über den vermeintlichen Skandal von Briefkastenfirmen in Panama gehört. Sie lasen, dass einige hochrangige Politiker oder deren Angehörige in die Pseudo-Affäre um die „Panama-Papers“ verwickelt sein sollen.
Doch niemand sprach über Panama an sich, seine Entstehung, Geschichte und Bedeutung. Aus gutem Grund! Denn die Gründung dieses  US-Protektorats war der Schlüssel zur Umgestaltung der Welt im 20. Jahrhundert, sie gab den Startschuss zu den unzähligen Kriegen und wirtschaftlichen Interventionen der USA, deren Folgen wir heute am eigenen Leib verspüren.

Unsere Welt befindet sich in einem umfassenden Wirtschaftskrieg, der auf vielen Ebenen geführt wird – als Währungskrieg, Cyberkrieg, Propagandaschlacht, und mittels Sanktionen. Es werden Zinssätze und Rohstoffpreise manipuliert. Es werden Informationen und Innovationen gestohlen. Als Grundstein für diesen aktuellen Wirtschaftskrieg wird die aggressive Politik der Regierung unter George W. Bush angesehen, die im Grunde bis heute von allen nachfolgenden Präsidenten weitergeführt wurde, und als „Wolfowitz-Doktrin“ bekannt ist. Doch in Wahrheit liegt der Grundstein dafür viel weiter zurück. In den kommenden Absätzen fasse ich zwei Kapitel über Panama zusammen, weil ein wenig Hintergrundwissen hilft, das gegenwärtige Weltgeschehen besser einzuordnen.

Als die aufstrebende Wirtschaftsnation USA ihr Reich „von Gottes Gnaden“ gegen Ende des 19. Jahrhunderts rund um den Globus ausdehnen wollten, stand vor allem eines im Wege: Südamerika. Um nach Asien zu gelangen, mussten Schiffe, die von der Ostküste starteten, den gesamten südamerikanischen Kontinent, einschließlich des gefährlichen Kap Horn, umschiffen, was Monate dauerte.
Eine Verbindung zwischen dem Atlantik und dem Pazifik war aber auch militärisch von großem Interesse, um die Kriegsflotte rascher bewegen zu können. Eine Wasserstraße musste her.

Doch zuerst versuchten die Franzosen ihr Glück, die eben erst erfolgreich den Suez-Kanal gebaut hatten. Sie erwarben 1878 von Kolumbien die Konzession zum Bau eines Kanals in Panama, da das Gebiet zu jenem Zeitpunkt eine Provinz Kolumbiens war.
Sie begannen 1881 mit dem Bau einer 82 Kilometer langen Wasserstraße, quer durch tropische Sümpfe und ein massives Gebirge.
Der gigantische Bau kostete tausende Menschen das Leben und er verschlang immense Geldsummen. 1889 wurde der Bau eingestellt und alle Arbeiter abgezogen.

Nun erkannten die USA ihre Chance. Sie hatten gerade in New York City die höchsten Wolkenkratzer der Welt gebaut und sie wollten allen zeigen, was sie drauf hatten. 1902 kaufte ein US-Konsortium unter Führung von J.P. Morgan im Auftrag des US-Kongresses den Franzosen den unfertigen Panama-Kanal ab. Die USA wollten für immer die uneingeschränkte Hoheit über das Land rund um den Kanal, was Kolumbiens Regierung in Bogotá jedoch ablehnte. Doch ein „Nein“ wollten die mächtigen Männer nicht akzeptieren.

Also beschloss man, einer Gruppe von aufständischen Panamaern, die nach der Unabhängigkeit von Kolumbien strebten, unter die Arme zu greifen. Von US-Geheimdiensten und US-Marine-Einheiten unterstützt gelang ihnen im Oktober 1903 ein unblutiger Putsch, der Kolumbien völlig überraschte. Die Putschisten riefen die Gründung des neuen Landes „Panama“ aus, die USA erkannten es an, und setzten eine längst vorbereitete eigene Regierung ein. Somit gehörte den USA fortan ein 16 Kilometer breiter und 82 Kilometer langer Streifen, der das von Kolumbien gestohlene neue Land Panama in der Mitte durchtrennte und vom US-Militär besetzt war.

Der Bau der gigantischen Wasserstraße war teuer und mühsam, aber er gelang. Am 28. Juli 1914 erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Am 15. August 1914 passierte das erste Schiff den Panama-Kanal. Die Bankiers-Familien Morgan, Rothschild, Rockefeller und Warburg besaßen zu diesem Zeitpunkt zusammen etwa ein Drittel des damaligen Reichtums der gesamten Welt, und sie waren dabei, sich zusammenzuschließen, um die gesamte Welt gemeinsam mittels ihrer Bankhäuser aus dem Hintergrund heraus zu regieren.
Diese „Geheime Weltregierung“ hatte mit dem Kanal ein Großprojekt abgeschlossen und wandte sich nun dem nächsten zu. Der Erste Weltkrieg wurde von genau jenen Banken finanziert, die erst wenige Monate zuvor auch die FED gegründet hatten und nun uneingeschränkte Macht über den US-Dollar hatten.

Der Bau des Panama-Kanals ist deshalb so bedeutsam, weil er die Außenpolitik der USA nachhaltig veränderte. Es war die erste Übernahme fremden Territoriums durch die USA zur Sicherung wirtschaftlicher Interessen außerhalb des nordamerikanischen Kontinents. Diese Intervention war so einfach und erfolgreich gewesen – für die USA wie für die Bankiers –, dass sie als Modell für die Zukunft diente. Deshalb errichteten die USA 1946 auch das berühmte militärische Ausbildungslager School of the Americas in der Kanalzone. Hier, mitten in Panama, wurden fortan die rechten Regierungen Südamerikas und ihre Militärs in der Niederschlagung kommunistischer Aufstände ausgebildet. Die USA dehnten ihren Machtbereich immer weiter aus und die Bankiers machten „ihr Land“ zur Nummer 1 in der Welt. Sie manipulierten, bestachen oder stürzten fremde Regierungen nach Belieben und die Welt sah schweigsam zu – und sie tut es bis heute.

Als im Jahr 1968 der letzte panamaische Diktator von US-Gnaden, Arnulfo Arias, vom Volk gestürzt wurde, wendete sich jedoch das Blatt für die USA, weil nach ihm mit Omar Torrijos ein linker Revolutionär und panamaischer Volksheld an die Macht kam. Torrijos war in ganz Mittel- und Südamerika beliebt, bei den einfachen Menschen ebenso, wie bei allen Politikern. Er war entschlossen, die Panama-Kanal-Zone von den USA zurückzuholen. Das sahen die mächtigen Männer in den USA nicht gerne. Doch Präsident Jimmy Carter, der nicht so ganz nach ihrer Pfeife tanzte, sicherte Torrijos im Jahr 1977 zu, dass die Kanalzone am 31. Dezember 1999 zurück an Panama gehen würde, falls der Kanal für amerikanische Schiffe weiterhin offen blieb – was Carter als Schwäche ausgelegt wurde.

Vier Jahre nach Abschluss des Vertrags kam Torrijos unter ungeklärten Umständen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Geheimdienst-Chef Manuel Noriega übernahm die Führung des instabilen Panamas. Er arbeitete eng mit der CIA zusammen, vor allem auf dem Gebiet des Drogenhandels. Zudem lieferte er für die CIA Waffen über Panama an die Contra-Rebellen in Nicaragua, die für die CIA die linksgerichteten Sandinisten stürzen sollten. Das Geld für diese Waffen stammte aus geheimen Waffenverkäufen an den Iran. Dieser ganze Sumpf wurde als die „Iran-Contra-Affäre“ bekannt – und hier schließt sich nun einer der Kreise zu den Panama-Papers.

Noriega wurde lange von der CIA für seine Dienste bezahlt, und sie sah es ihm nach, dass er Geschäfte mit dem kolumbianischen Medellín-Drogen-Kartell machte, seinerzeit der größte Kokain-Exporteur der Welt. Doch als Noriega übermütig wurde und sich der amerikanischen Kontrolle immer mehr entzog, war wieder der Punkt gekommen, an dem die USA in Panama intervenierten. Nun wollten sie auch Noriega loswerden.

Am 20. Januar 1989 wurde George Bush sen. als 41. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Im Lauf des Jahres wurden immer mehr US-Soldaten nach Panama verlegt. Es kam zu regelmäßigen beabsichtigten Provokationen der Bevölkerung und des Militärs, indem US-Einheiten immer wieder ihre Kanalzone verließen und auf panamaisches Hoheitsgebiet vorstießen. Diese Provokationen wurden solange wiederholt, bis die ersten US-Soldaten erschossen wurden. Dann wurde die US-Presse damit gefüttert. Sie stilisierte Noriega zu einer Bestie hoch und behauptete, dass die Sicherheit der US-Amerikaner in Panama ebenso gefährdet war, wie die Freiheit und die Werte der westlichen Welt.

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer und alle Welt blickte gebannt nach Europa. Die Vorweihnachtszeit des Jahres 1989 war von Euphorie und vom Glauben an den Frieden auf Erden geprägt. Niemand kümmerte sich in dieser Situation um Panama, außer den Amerikanern. Am 20. Dezember fielen um Mitternacht ohne Vorwarnung 26.000 US-Soldaten mit Flugzeugen, Helikoptern und Bodentruppen über Panama her. Sie feuerten Augenzeugen zufolge auf alles, was sich bewegte. Innerhalb weniger Stunden töteten sie tausende Zivilisten. In Panama-City wurden ganze Stadtteile systematisch niedergebrannt, wie Augenzeugen im Film: “The Panama Deception” berichten.

Während man in Europa über Abrüstung und Entmilitarisierung sprach, setzten die US-Angreifer in Panama zum Test völlig neue Waffen ein, darunter die Stealtfighter-Flugzeuge, Appachie-Helikopter und Laserwaffen, die sie sowohl an Objekten, als auch an Menschen testeten. Sie schnitten mit ihren Lasern von Hubschraubern aus Autos entzwei und ließen Menschen vor den Augen ihrer Familien innerhalb von Sekunden in Flammen aufgehen und verglühen.

Wenige Stunden vor der Invasion hatten die USA im Verborgenen bereits eigenmächtig eine neue Regierung in der Kanalzone ins Amt eingeschworen, wie sie es bereits 1903 getan hatten. Manuel Noriega stellte sich nach wenigen Tagen und wurde in die USA gebracht, wo er in einem Schausprozess zu vierzig Jahren Haft verurteilt wurde.

Offiziell wurde die Panama-Invasion in den westlichen Medien als eine saubere, perfekte, vorbildliche militärische Operation dargestellt, die den Menschen in Panama Freiheit und Demokratie brachte und sie von Manuel Noriega befreite. Doch die neue, von den USA eingesetzte Marionetten-Regierung war später nachweislich in den Drogenhandel, in Waffengeschäfte und in Geldwäsche verstrickt. Panama wurde zu einem Steuerparadies, in dem Banken fast all das dürfen, was ihnen anderswo verboten ist.

Panama ist seit Jahrzehnten als ein von den USA geschaffenes und kontrolliertes Paradies für Steuerhinterziehung und Geldwäsche bekannt und es unterliegt einer Offenlegungspflicht gegenüber den US-Regulierungsbehörden. In Panama kann man nicht einmal in der Nase bohren, ohne dass US-Behörden einen dabei beobachten. Dass es hier Briefkastenfirmen und dubiose Steuerkanzleien gibt, ist seit Jahrzehnten bekannt.

Dass vor allem US-Geheimdienste hier Gelder versteckten und Geheimkonten für Agenten unterhielten, war eine lang gehegte Vermutung, die nun durch die Panama-Papers zur Gewissheit wurde. So kamen in dem Zusammenhang Verbindungen zwischen der CIA und dem saudischen Waffenhändler und Multimilliardär Adnan Khashoggi ebenso zutage, wie zu dem geborenen Iraner Fahrad Azima, der als wichtigster finanzieller Unterstützer der Familie Clinton gilt.

Dass einzelne Personen, selbst wenn es hochrangige Politiker waren, sich in Panama kleine Steuervorteile verschafften, ist nicht die eigentliche Geschichte, sondern lediglich ein Ablenkungsmanöver. Es geht hier vielmehr um Deals zwischen Ländern, die nach außen hin verfeindet sind und dennoch große Geschäfte im Hintergrund über komplizierte Firmen- und Scheinfirmengeflechte abwickeln.
Es geht um die Finanzierung von Spionage, um den Sturz von Politikern, um die Finanzierung von Aufständen und vielem mehr. Es geht um wirklich schmutzige Geschäfte, die hinter der Bühne jenes Kasperltheaters stattfinden, das ein immer währendes Boulevard-Stück mit dem Titel „seriöse westliche Pressearbeit“ aufführt.

Der von den USA 1989 im Zuge der Invasion eingesetzte panamaische Präsident Guillermo Endara Galimany schuf 1990 das panamaische Militär ab, dafür wurden die US-Truppen schrittweise aus Panama abgezogen und zurück in die USA verlegt, wissend, dass sie jederzeit wieder in Panama einmarschieren können, da es keine Gegenwehr geben kann. Panama besitzt heute den Kanal, aber es untersteht indirekt immer noch in allen Belangen den USA.

Nun steht die panamaische Kanzlei Mossack Fonseca mit einem Mal im Zentrum der Weltöffentlichkeit. Die betroffene Firma operiert seit den 1970er-Jahren und bislang haben die US-Behörden sie uneingeschränkt gewähren lassen. Warum also werden ihre Machenschaften gerade zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich gemacht und angeprangert? Die Übergabe der Unterlagen über die mehr als 214.000 Offshore-Firmen – durch wen eigentlich? –, die bei Mossack Fonseca geführt wurden, soll bereits vor einem Jahr erfolgt sein. Warum wurden die spärlichen und vagen Informationen darüber gerade jetzt veröffentlicht? Und warum tauchen kaum US-Bürger, Kanadier und Deutsche in den Panama-Papers auf?

Noch spannender finde ich die Frage, wer eigentlich dieses Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) ist, dem die Unterlagen via Süddeutscher Zeitung zugespielt wurden? Das ICIJ ist ein Ableger des „Center for Public Integrity (CPI)“ und es wird von den reichsten amerikanischen Familien finanziert. Zu den Geldgebern dieses „Bollwerks für Integrität“ zählen so „philanthropische Organisationen“ wie George Soros’ Open Society Foundations, zwei Rockefeller-Stiftungen, die Carnegie Corporation und die Ford Foundation, die sich allesamt selbst als „philanthropisch“ bezeichnen und angeblich eine offene und demokratische Gesellschaft fördern wollen.

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum Lachen. All diese Organisationen haben nur das Ziel, die Welt zum Vorteil ihrer Geldgeber zu gestalten, und die Politik und die öffentliche Meinung dahin gehend zu beeinflussen.

Wen wundert es also, dass das Kasperltheater über Briefkastenfirmen, Geldwäsche und Steuerhinterziehung von der westlichen Presse hauptsächlich in Beziehung zu Politikern und führenden Persönlichkeiten aus „Schurkenstaaten“ wie Russland, Pakistan, Ukraine, Syrien, Iran und Nordkorea gesetzt wird? Wen wundert es, dass Wladimir Putin und Baschar al-Assad in Zusammenhang mit den Panama-Papieren genannt werden, obwohl ihre Namen meines Wissens nach nicht ein einziges Mal in den Papieren auftauchen?

Wladimir Putin wird von den westlichen Propaganda-Medien für jedes Übel auf Erden verantwortlich gemacht – außer vielleicht für das Bienensterben, aber auch das könnte noch kommen. Assad wird nur noch als der leibhaftige Beelzebub dargestellt. Festzuhalten ist jedoch: Solange es all die bösen Diktatoren wie Assad oder Muammar al-Gaddafi im Nahen und Mittleren Osten und in Nordafrika gab – die alle in den vergangenen Jahren von den USA und ihren Vasallen in Europa zur Strecke gebracht wurden –, solange herrschte Ruhe und Frieden rund ums Mittelmeer. Solange gab es keine Flüchtlingsströme und keinen ausufernden islamischen Fundamentalismus. Doch offenbar war beides gewollt und alles läuft ganz nach Plan.

Die Geheime Weltregierung befindet sich im Krieg mit Russland und China und mit deren Protektoraten Iran und Syrien. Briefkastenfirmen und Steueroasen sind ein alter Hut. Die Empörung darüber ist lächerlich, denn sie existieren ganz offiziell mitten in Europa und in den USA. Hier inszenieren abhängige Journalisten ein Ablenkungsmanöver. So kann man vom Versagen und dem Zerfall der EU ebenso ablenken wie von Angela Merkels Machenschaften. Man kann den angeschlagenen Spitzenpolitikern in Deutschland und in Österreich eine Atempause verschaffen, indem man andere an den Pranger stellt und auf die Titelblätter der Mainstreammedien hievt. Die Presse war durch den Druck alternativer Medien gezwungen worden, sich kritisch über die Flüchtlingsproblematik zu äußern, und Verantwortliche wie Angela Merkel und George Soros kamen in ein immer schlechteres Licht. Dann kamen die Panama-Papers. Mit ihnen konnte man nicht nur ablenken, sondern in einem Aufwasch auch noch einige alte Rechnungen begleichen.

Solche Rechnungen bestanden offenbar mit Islands (Ex-)Regierungschef Sigmundur Davíð Gunnlaugsson, der in den USA aufwuchs und in Oxford studierte, aber den Sonderweg seines Euro-freien Landes nach der Finanzkrise von 2008 unterstützte, wobei zahlreiche Banker vor Gericht kamen, Banken verstaatlicht und die Banken nicht (wie in den USA) mittels Steuergeldern gerettet wurden.

Solche Rechnungen bestanden aber offenbar auch mit Englands Premier David Cameron, der ankündigte, mit den Steueroasen in der britischen Kanalzone aufräumen zu wollen und der sich nicht gut dabei anstellt, England in der EU zu halten. Ende Juni 2016 – natürlich zur Zeit der Fußball-EM – sollen die Engländer über den Verbleib oder Austritt Englands aus der EU abstimmen. Sollten sie sich gegen die EU entscheiden, wäre das vermutlich der finale Sargnagel für die von den USA geplanten und organisierten „Vereinigten Staaten von Europa“.

Ein solcher Sargnagel könnte bereits das „Nein“ der Niederländer zu einer Annäherung der Ukraine an die EU gewesen sein. Am 3. April 2016 wurden die Panama-Papiere erstmals veröffentlicht. Am 6. April sprach sich die niederländische Bevölkerung in einer Abstimmung gegen den EU-Assoziierungsvertrag mit der Ukraine aus. Am 10. April gab der von den USA eingesetzte ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk seinen Rücktritt bekannt.

Eigentlich müsste das „Nein“ der Holländer den Amerikanern gefallen haben, denn es gilt als Niederlage des EU-freundlichen Zirkels um Präsident Petro Poroschenko und Boxweltmeister Witali Klitschko, den Angela Merkel und die Konrad Adenauer Stiftung 2014 unterstützt hatten. Die USA hatten das Tauziehen aber gewonnen. Jazenjuk wurde eingesetzt, um andere US-Marionetten in die ukrainische Regierung zu holen – wie Natalia Jaresko, Aivras Abromavicius und Alexander Kvitashvili. Doch offenbar hat er seine Aufgabe erfüllt und muss nun für einen anderen US-Mann Platz machen, für einen, der dem EU-freundlichen Poroschenko mehr entgegenzusetzen hat. Oder für einen, der die Ukraine in den Krieg gegen Russland führen kann.

Natürlich wurde auch Chinas Staatspräsident Xi Jinping in Zusammenhang mit den Panama-Papieren genannt, denn man darf im Wirtschaftskrieg keine Gelegenheit auslassen, um den Gegner zu diskreditieren. Man muss andere nur oft genug mit Schmutz bewerfen, dann bleibt immer etwas hängen. Viel interessanter als die genannten Namen aber sind jene, die nicht auftauchen, nämlich all jene tausende US-Amerikaner, Kanadier und Deutschen, die vielleicht die Dienste von Firmen wie Mossack Fonseca in Panama auch in Anspruch nahmen. Sie fehlen bislang in dem Scheinskandal zur Gänze. Indem man ihre Namen aus den veröffentlichten Papieren zurückhält, kann man sie vielleicht erpressbar machen – so sie es bislang nicht waren.

George Soros schrieb im Januar 2015 in einem Artikel für Live Mint: „Die EU-Mitglieder befinden sich im Krieg – und sie müssen sich endlich dementsprechend verhalten“. Der Ukraine-Konflikt hatte nicht den gewünschten Effekt, also musste nachjustiert werden.
Dafür wird das Personal gewechselt und die Glut erneut angefacht.

Die Strippenzieher wollen Krieg und sie bekommen ihn. Der moderne Krieg wird nicht nur mit Waffen geführt, sondern auch wirtschaftlich, psychologisch, mittels Manipulation der Rohstoffpreise, mittels Datenkontrolle, Datenklau, Bargeldeinschränkung oder mittels Migrationsströmen. Nichts ist mehr, wie es scheint. Leitmedien und Politik decken sich gegenseitig, um die Agenda derer durchzuboxen, die beide bezahlen.

Man muss nur genau hinsehen um die Wölfe der Welt unter ihren Schafspelzen zu erkennen. 

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